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Wissen schützen und verlässlich handeln

Steinau, 22. Februar 2017. Der sich rasant wandelnde Automobilmarkt fordert neue Lösungen für die Mobilität von morgen. Innovationen sowie Produkt- und Prozesswissen gehören dabei zu den zentralen Erfolgsfaktoren. Der Wettbewerb um Know-how und innovative Lösungen nimmt derzeit stetig zu, weshalb auch das allgemeine Risiko steigt, etwa der Verlust von Daten. Der Abgasskandal im Jahr 2016 zeigte dabei deutlich, dass das Fehlverhalten von Mitarbeitern zu einer Gefährdung eines gesamten Unternehmens führen kann. Auch die Meldungen über Hackerangriffe nehmen zu. Daher zählen sowohl die Compliance als auch die Datensicherheit zu den wichtigsten Kriterien einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen OEMs und deren Partner. „Diese Entwicklung stellt zunehmend höhere Anforderungen an die Zulieferer“, weiß Olaf Hahn, Geschäftsführer des Spezialisten für Antivibrationssysteme Anvis Group. Die Unternehmenszentrale in Steinau an der Straße mit dem zentralen Entwicklungszentrum für die europäischen OEM-Kunden wurde daher im Dezember 2016 erstmals nach ISO 27001 zertifiziert. „Damit geben wir ein wichtiges Signal an unsere Kunden.“ Die Norm wurde im Jahr 2013 aktualisiert. Anvis ist nun eines der ersten Unternehmen der Kautschuk- und der automobilen Zulieferindustrie, das den ISO-Standard 27001 erfüllt. „Auch im Bereich der Compliance haben wir bereits enorme Anstrengungen unternommen und bereiten die Zertifizierung nach ISO 19600 vor“, so Prasarth Rabindran, Director Compliance der Anvis Group. Die 2014 neu entstandene ISO 19600-Norm ist in den Anforderungen hoch komplex und soll grenzübergreifend tätigen Organisationen und Unternehmen ein zuverlässiges und anwendbares Compliance System für regelkonformes Verhalten bieten.

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Cyberangriffe auf internationale Konzerne und öffentliche Einrichtungen sind inzwischen eher die Regel als eine Ausnahme. Gerade in globalen Strukturen steigt die Gefahr, dass Daten ausspioniert werden, da IT-Netzwerke und IT-Infrastrukturen immer umfangreicher werden. Die im internationalen Wettbewerb essentiellen „intellectual Properties“ sind dadurch zunehmend angreifbar.

In Bezug auf den Schutz des eigenen Wissens steigen auch die Anforderungen der Automobilhersteller an ihre Lieferanten. OEMs verlangen immer öfter einen Nachweis von Compliance und Datensicherheit seitens der Zulieferer. Je größer und globaler ein Unternehmen organisiert ist, desto komplexer wird aber die Umsetzung. Die Anvis Group als 100-prozentige Tochter der Sumitomo Riko Group hat mit der Zertifizierung der Unternehmenszentrale und des europäischen Entwicklungscenters nach ISO 27001 einen Anfang gemacht. „Wir werden nun nach und nach die Zertifizierung auf die einzelnen Standorte ausrollen“, erklärt Hahn.

Zertifizierung schafft Sicherheit

Die Norm ISO 27001 ist ein wichtiger Baustein, um Datensicherheit nach innen zu gewährleisten und nach außen sichtbar zu machen. Diese fängt bei Anvis ganz konkret bereits beim Betreten des Firmengebäudes an. „Wir haben ein personalisiertes Zugangssystem und eine Videoüberwachung installiert“, erläutert Hahn. „Damit gelangen Mitarbeiter und Gäste immer nur in die Bereiche, für die sie berechtigt sind“. Wichtige Papiere und Dokumente werden verschlossen abgelegt und bei Abwesenheit Bürotüren und Rechner gesperrt. „Eine Philosophie, die sich auch in den Unternehmensnetzwerken fortsetzt. Sowohl für unsere eigenen Daten als auch und vor allem für die unserer externen Partner“, betont Hahn.

ISO 27001 verlangt darüber hinaus zahlreiche Maßnahmen. Zunächst müssen die Anforderungen und Zielsetzungen zur Informationssicherheit definiert werden. Die Umsetzung soll kosteneffizient, Gesetzes- und Regelkonform sein. Das gelingt nur, wenn effiziente Informationssicherheits-Managementprozesse eingeführt werden, so wie bei Anvis. Hier wurden die Informations- und Dokumentationsstrukturen analysiert und angepasst. Kontinuierliche, gruppenweite Schulungen sorgen für den Transfer an die Mitarbeiter und deren Sensibilisierung für die Bedeutung der Datensicherheit. „Es ist ein fortwährender Prozess, um stetig Verbesserungen zu erzielen, Gefährdungen zu erkennen und abzuwehren“, weiß Hahn. Mitarbeiter lernen dabei, worauf es bei der Datensicherheit ankommt. Ein Wissen, dass sich auch privat nutzen lässt.

Unternehmensphilosophie Compliance

Ebenso bedeutend wie die Datensicherheit ist die Compliance. „Die Anforderungen nehmen im Kontext der Globalisierung auch hier immer weiter zu. Wir haben im Bereich Compliance bereits einiges geschafft, vor allem in der Firmenzentrale in Steinau, da hier ein Großteil der Entwicklung und der zentrale Kundenkontakt stattfinden“, beschreibt der Compliance Verantwortliche Rabindran die Anstrengungen bei der Anvis Group. „Es ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie und kein Lippenbekenntnis, zumal dies auch von unserer japanischen Mutter, Sumitomo Riko gelebt wird. Wir haben Richtlinien erarbeitet und diese jedem Mitarbeiter gruppenweit in einem Regelwerk und Schulungen vermittelt.“ Mit der Hotline für Whistleblower hat Anvis auch eine Anlaufstelle für Verstöße gegen Verhaltensregeln geschaffen. „Wir spüren in allen Geschäftsprozessen, dass die Compliance-Regeln greifen und alle Mitarbeiter sensibilisiert sind“, ergänzt Prasarth Rabindran.

Die bisherigen Anstrengungen untermauern die Bestrebungen, auch in diesem Bereich eine Zertifizierung zu erlangen. Dafür dient die Mitte 2014 verabschiedete ISO 19600 als Grundlage. Die internationale Norm soll ein zuverlässiges und anwendbares System für regelkonformes Verhalten bieten. Zentrales Element des Compliance Managements nach ISO 19600 ist dabei die Risikobewertung. Risiken werden nach der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens gewichtet und priorisiert. Gegen die größten der identifizierten Compliance-Risiken sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Der ISO-Standard schließt auch die Rollen und Verantwortlichkeiten der handelnden Personen ein. „Für die Zertifizierung sind wir schon jetzt gut gerüstet. Noch mangelt es aber in Deutschland an verlässlichen Institutionen, die ein entsprechendes Audit durchführen und bescheinigen können“, so Hahn abschließend.

Über die Sumitomo Riko Gruppe

Zur Sumitomo Riko Gruppe gehören neben dem japanischen Konzern unter anderem die deutsche Anvis Group und das italienische Unternehmen Dytech. Der Verbund verfügt über 105 Produktionswerke in 23 Ländern. Mit weltweit zwölf Forschungs- und Entwicklungszentren entwickelt die Gruppe innovative Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Die Produkte reichen von Antivibrationssystemen wie Motor-, Getriebe- und Fahrwerkslager, Auspuffaufhängungen und Schwingungstilger über Schlauchsysteme bis hin zu Komponenten aus Polyurethan wie etwa Motorabdeckungen. Die Gruppe erzielt einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro jährlich. Zu den Kunden gehören vor allem führende Automobilhersteller wie zum Beispiel die VW Gruppe, BMW, Daimler, Audi, Renault-Nissan, Mazda, Toyota oder General Motors. Die Kompetenz der Sumitomo Riko Gruppe fließt aber auch in andere Branchen ein, beispielsweise der Bahn- und IT-Industrie sowie in gesundheitstechnische Anwendungen. 

Über die Anvis Gruppe

Ob Motor-, Getriebe- und Fahrwerkslager oder Auspuffaufhängungen und Schwingungstilger, im gesamten Auto sind Teile von Anvis verbaut. Hauptsparte ist die Entwicklung von Antivibrationssystemen, also Systeme zur Entkopplung von schwingenden Teilen in Fahrzeugen. An weltweit 13 Standorten erzielt die Gruppe einen Umsatz von über 300 Millionen Euro. Zu den Kunden gehören vor allem führende Automobilhersteller wie zum Beispiel die VW Gruppe, BMW, Daimler, Renault-Nissan, oder General Motors. Die Kompetenz des Unternehmens fließt aber auch in andere Branchen ein, beispielsweise der Bahn- und Luftfahrtindustrie. Im Jahr 2013 wurde die Anvis Gruppe von Sumitomo Riko Company Limited (umbenannt von Tokai Rubber Industries) zu 100 Prozent übernommen. Sumitomo Riko ist weltweiter Marktführer im Segment der automobilen Schwingungstechnik.

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