AVS Business Unit Europe

Silence. The most natural Type of Comfort.

Neuausrichtung in schwierigen Zeiten

Steinau, 30. März 2015. Im Jahr 2008 gründete die Anvis Group ihre Niederlassung im russischen Togliatti. Die Investition vor Ort erforderte vom Weltmarktführer für Antivibrationssysteme beträchtliche finanzielle und personelle Ressourcen. Die unsichere geopolitische Lage sowie die sich verschärfende Rezension in Russland verhinderten bislang einen Return on Invest und belasten zunehmend das Ergebnis der gesamten Anvis Group. Aus diesem Grund hat die Geschäftsführung des Automobilzulieferers beschlossen, die Produktion aus dem Werk in Russland zu verlagern. „Diese Entscheidung hat keine Auswirkungen auf unsere Präsenz vor Ort“, erklärt Olaf Hahn, Geschäftsführer der Anvis Group. „Sowohl der lokale Vertrieb als auch das Entwicklungszentrum bleiben in Russland, um eng mit den Kunden zusammenzuarbeiten und deren Bedarfe zu befriedigen.“ Zu Lieferausfällen kommt nicht. Bis Ende Juni werden Produktionsaufträge in gewohnter Qualität abgearbeitet.
Kurzfassung: 910 Zeichen mit Leerzeichen

Anvis investierte in den vergangenen sieben Jahren kräftig in den Ausbau des russischen Werkes, um die eigenen, auf internationalem Niveau befindlichen Funktions- und Qualitätsstandards sicher zu stellen. Die Produktion von Motorlagersysteme, Tilger und Chassiskomponenten wurde in Togliatti im Jahr 2010 aufgenommen und lieferte seit dem hervorragende Antivibrations-Komponenten. Zuletzt waren dort über 100 Mitarbeiter tätig, die einen Jahresumsatz von zehn Millionen Euro erzielten.
„Wenn wir den beträchtlichen Aufwand für den Aufbau der Kapazitäten berücksichtigen, gab es bis heute leider kein tragbares Ergebnis“, so Hahn zu den Gründen der sorgfältig abgewägten Entscheidung. Im Gegenteil, die Verluste aus dem operativen Geschäft stiegen vor allem im letzten Jahr stark an. Die russische Wirtschaft steckt in einer tiefen Rezension, die durch die geopolitische Lage verschärft wurde. Dies ließ den Absatz der OEMs einbrechen. Folglich sinkt die Nachfrage nach Antivibrations-Komponenten. Auch für die nahe Zukunft prognostizieren Experten für Russland keine günstige, wirtschaftliche Entwicklung.

Transparenz der Entscheidung
„Wir haben unsere Kunden über die Umstrukturierung im russischen Werk bereits informiert“, sagt Hahn. Bis Ende Juni werden in Togliatti georderte Komponenten gefertigt und ausgeliefert. Da in allen Werken weltweit die gleichen Anvis-Qualitätsstandards bei der Produktion gelten, können Kunden über den Juni hinaus benötigte Teile und Baugruppen beziehen. Ansprechpartner bleibt der Vertrieb vor Ort. Auch wenn es um spezifische Entwicklungen nach individuellen Kundenbedürfnissen geht, ändert sich in Russland nichts. Das eigene Entwicklungszentrum besteht in Togliatti ebenfalls fort. Im Zuge der Produktionsverlagerung lässt sich ein Abbau der Belegschaft nicht vermeiden. Wir werden versuchen, dies moderat zu gestalten und Härten abzufedern“, erklärt Hahn. Da die Anvis Group weltweit an 14 Standorten vertreten ist, besteht für Mitarbeiter die Möglichkeit, in andere Werke zu wechseln. Über die Umstrukturierung wurden die Mitarbeiter vor Ort bereits informiert.

Über die Anvis Gruppe
Ob Motor-, Getriebe- und Fahrwerkslager oder Auspuffaufhängungen und Schwingungstilger, im gesamten Auto sind Teile von Anvis verbaut. Hauptsparte ist die Entwicklung von Antivibrationssystemen, also Systeme zur Entkopplung von schwingenden Teilen in Fahrzeugen. An weltweit 14 Standorten erzielt die Gruppe einen Umsatz von über 300 Millionen Euro. Zu den Kunden gehören vor allem führende Automobilhersteller wie zum Beispiel die VW Gruppe, BMW, Mercedes, Renault-Nissan, oder General Motors. Die Kompetenz des Unternehmens fließt aber auch in andere Branchen ein, beispielsweise der Bahn- und Luftfahrtindustrie. Im Jahr 2013 wurde die Anvis Gruppe von Sumitomo Riko Company Limited (umbenannt von Tokai Rubber Industries) zu 100 Prozent übernommen. Sumitomo Riko ist weltweiter Marktführer im Segment der automobilen Schwingungstechnik.
4.001 Zeichen mit Leerzeichen

Abdruck frei, Beleg erbeten.
Herausgeber:
Anvis Deutschland GmbH
Karl-Winnacker-Str. 22a
36396 Steinau an der Straße
www.anvisgroup.com

Pressekontakt:
Guido Stanovsky
Tel.: +49 6663 9128-121
Fax: +49 6663 9128-4121
Mobile: +49 151 1881 0714
E-Mail: presse(at)anvisgroup.com